HSH Nordbank Konzern erfolgreich ins Jahr 2006 gestartet
- Operative Erträge im 1. Quartal 2006 um 10,0 % gesteigert
- Provisionsüberschuss um nahezu 75 % verbessert
- Kredit-Risikovorsorge auf Vorjahresniveau
- Jahresüberschuss plus 41,8 %
- Eigenkapitalrendite erreicht 15,4 %
Hamburg/Kiel, 17. Mai 2006 - Mit dem erfolgreichen Geschäftsverlauf im 1.Quartal 2006 knüpft der HSH Nordbank-Konzern nahtlos an das gute Ergebnis des Geschäftsjahres 2005 an: Das Betriebsergebnis vor Risikovorsorge/Bewertung erhöhte sich aufgrund eines kräftigen Zuwachses beim Provisions- und einem spürbaren Plus beim Handelsüberschuss per 31. März 2006 im Vergleich zum Vorjahr um 10,5 % auf 339 Mio. Euro; der Jahresüberschuss konnte kräftig um 41,8 % auf 132 Mio. Euro gesteigert werden. Die Eigenkapitalrendite erreichte 15,4 %.
Mit dem erfolgreichen Geschäftsverlauf im 1.Quartal 2006 knüpft der HSH Nordbank-Konzern nahtlos an das gute Ergebnis des Geschäftsjahres 2005 an: Das Betriebsergebnis vor Risikovorsorge/Bewertung erhöhte sich aufgrund eines kräftigen Zuwachses beim Provisions- und einem spürbaren Plus beim Handelsüberschuss per 31. März 2006 im Vergleich zum Vorjahr um 10,5 % auf 339 Mio. Euro; der Jahresüberschuss konnte kräftig um 41,8 % auf 132 Mio. Euro gesteigert werden. Die Eigenkapitalrendite erreichte 15,4 %.
„Mit dem Ergebnis des 1. Quartals 2006 sind wir zufrieden. Insbesondere der kräftige Anstieg des Provisionsergebnisses ist sehr erfreulich. Hier konnten wir die Früchte unserer neuen Strategie ernten. Besonders erfreulich ist dabei, dass es uns gelungen ist, den Anteil der Provisionserträge an den operativen Erträgen deutlich zu steigern, ohne dabei die anderen Ergebniskomponenten zu vernachlässigen“, kommentierte Alexander Stuhlmann, Vorstandsvorsitzender der HSH Nordbank AG.
Die operativen Erträge erhöhten sich in den ersten drei Monaten des Jahres 2006 insgesamt um 10,0 % auf 560 Mio. Euro. Der von 14 % im Jahr 2005 auf knapp 22 % gesteigerte Anteil des Provisionsergebnisses an den operativen Erträgen unterstreicht den erfolgreichen Wandel vom reinen Kreditgeber zum integrierten Finanzdienstleister.
- Der Zinsüberschuss erreichte im 1. Quartal 2006 mit einem Zuwachs von 0,4 % auf 390 Mio. Euro trotz des Wegfalls der Staatsgarantien etwa den Wert des Vorjahresquartals. Positive Einflussfaktoren waren die höhere Bilanzsumme sowie der gesunkene Euro/US-Dollar-Wechselkurs. Belastend wirkte sich hingegen der anhaltende Margendruck aus; zudem waren im Vorjahresquartal positive Sondereffekte enthalten.
- Der Provisionsüberschuss konnte im 1. Quartal 2006 dank eines starken Wachstums bei den Kreditprovisionen kräftig um 73,7 % auf 121 Mio. Euro gesteigert werden.
- Das Handelsergebnis erhöhte sich im 1. Quartal 2006 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 9,4 % auf 35 Mio. Euro.
- Der sonstige betriebliche Überschuss lag im 1. Quartal 2006 mit insgesamt 14 Mio. Euro um 27,1 % unter dem Vorjahreswert.
Die Verwaltungsaufwendungen beliefen sich im 1. Quartal 2006 auf 221 Mio. Euro und lagen damit in der Summe wie geplant um 9,1 % über dem Wert des Vorjahresquartals.
- Bei den Sachaufwendungen hat die Bank im 1. Quartal 2006 gegenüber dem Vorjahr noch einen Anstieg in Höhe von 5,7 % auf 114 Mio. Euro verbucht. Für das Gesamtjahr 2006 wird kein Anstieg erwartet.
- Die Personalaufwendungen betrugen im 1. Quartal 2006 107 Mio. Euro und lagen damit um 13,1 % über dem Vorjahreswert. Hier macht sich die Einstellung von Spezialisten im Konzern bemerkbar. Zudem sind höhere Aufwendungen für die Altersversorgung angefallen.
Zum Stichtag 31. März 2006 betrug die Mitarbeiterzahl im Konzern 4.459 und lag damit um 69 Mitarbeiter niedriger, als noch zu Jahresbeginn.
Mit 39,4 % lag die Cost-Income-Ratio leicht unterhalb des Jahresendwertes in Höhe von 41,2 % und erreichte in etwa den Wert des Vorjahresquartals in Höhe von 39,7 %.
Das Betriebsergebnis vor Risikovorsorge/Bewertung belief sich somit zum 31. März 2006 auf 339 Mio. Euro – ein Plus von 10,5 %.
Die Position Risikovorsorge/Bewertung erhöhte sich in der Summe gegenüber dem Vorjahresquartal um 20,0 % auf 97 Mio. Euro.
- Im Kreditgeschäft hat die Bank im 1. Quartal 2006 eine Zuführung zur Risikovorsorge in Höhe von 32 Mio. Euro vorgenommen – dieser Betrag entspricht der Dotierung im Vorjahr (32 Mio. Euro).
- Im Wertpapiergeschäft konnte im 1. Quartal 2006 die Risikovorsorge in der Summe wieder entlastet werden – um 11 Mio. Euro (Vorjahr: 47 Mio. Euro).
- Die Vorsorgereserven nach § 340 f+g HGB wurden durch die Zuführung von 65 Mio. Euro (Vorjahresquartal: 95 Mio. Euro) weiter gestärkt.
Damit konnte ein Betriebsergebnis nach Risikovorsorge in Höhe von 242 Mio. Euro erzielt werden – ein Plus von 7,1 %.
Zum Stichtag 31. März 2006 betrug die Eigenkapitalrendite 15,4 % – eine Verbesserung um 1,3 Prozentpunkte gegenüber dem Jahresultimo 2005 und um +0,2 Prozentpunkte gegenüber dem 31. März 2005. Damit ist die HSH Nordbank ihrer Zielgröße in Höhe von 15 % für das Gesamtjahr 2006 ein weiteres Stück näher gekommen.
Der Jahresüberschuss übertraf den Wert des Vorjahresquartals noch einmal um 41,8 % – er erreichte unter Berücksichtigung von Ertragsteuern (43 Mio. Euro) und Teilgewinnabführungen (67 Mio. Euro) nach den ersten drei Monaten des Jahres 132 Mio. Euro.
Segmentbericht
Segment Schifffahrtskunden
Im Geschäftsfeld Shipping verlief das 1. Quartal 2006 vor dem Hintergrund eines sich weiter abkühlenden Marktes viel versprechend. Das Betriebsergebnis nach Risikovorsorge/Bewertung erhöhte sich um 23,0 % auf 71 Mio. Euro. Die Kernkapitalrentabilität verbesserte sich auf 21,4 % (Vorjahr: 19,5 %). Hier schlägt sich der gestiegene Anteil des Provisionsüberschusses an den Erträgen nieder – ein Beleg für die erfolgreiche Umsetzung der Strategie, das Kreditangebot zunehmend um kompetente Beratungsleistungen für Spezialprodukte und Dienstleistungen aus einer Hand zu erweitern. So wurde z. B. für einen skandinavischen Kunden die Akquisition einer der größten Schiffsmanagementfirmen strukturiert und finanziert. Das Neugeschäft verlief nach wie vor lebhaft. Die Risikovorsorge verharrte in Folge des stabilen Marktumfeldes auf niedrigem Niveau. In Asien hat die HSH Nordbank hat ihre Präsenz verstärkt. Mit dem Aufbau eines erfahrenen Experten-Teams in Hongkong und Singapur positioniert sich die HSH Nordbank damit auch in Asien künftig noch stärker als langfristiger Partner für Schifffahrtskunden.
Segment Immobilienkunden
Der Geschäftsbereich Immobilienkunden hat auch im 1. Quartal 2006 den Wandel vom reinen Kreditgeber zum Anbieter komplexerer Finanzierungslösungen konsequent vorangetrieben. Das Betriebsergebnis nach Risikovorsorge/Bewertung konnte aufgrund höherer Erträge und einer geringeren Risikovorsorge in einem intensiven Wettbewerbsumfeld gegenüber dem Vorjahr um 143,3 % auf 62 Mio. Euro gesteigert werden. Die Kernkapitalrentabilität verbesserte sich auf 20,8 % (Vorjahr: 10,1 %). Die HSH N Real Estate AG hat zwei neue Projektentwicklungen gestartet: Neben der Sanierung der Hamburger Büro- und Geschäftshäuser Großer Burstah 46-52 entsteht in der HafenCity das Bürogebäude Dalmannkai 1. Die Projektentwicklung Königsbau-Passagen in Stuttgart – das größte Shopping Center der Region – hat am 20. April 2006 seine Tore geöffnet. Mit Unterstützung der Transaktionsberatung der HSH N Real Estate wurde der Verkauf eines Gewerbeimmobilienportfolios mit 38 Objekten der Freien und Hansestadt Hamburg erfolgreich abgeschlossen. Das Verkaufsverfahren eines weiteren Portfolios wird derzeit vorbereitet.
Segment Firmenkunden
Im Segment Firmenkunden konnte durch eine verstärkte Zielkundenansprache und die systematische Verbreiterung der Kundenbasis das Ergebnis trotz des anhaltend hohen Margendrucks erneut verbessert werden. Das Betriebsergebnis nach Risikovorsorge/Bewertung stieg im 1. Quartal 2006 auf 94 Mio. Euro – ein Plus von 73,0 %. Die Kernkapitalrentabilität verbesserte sich von 24,3 % auf 34,3 %. So bietet die HSH Nordbank sehr erfolgreich innovative, kapitalmarktnahe Lösungen zur Kapitalstärkung mittelständischer Unternehmen als Alternative zu herkömmlicher Kapitalbeschaffung an („SmartMezzanine“) und erschließt für ihre Kunden die vielfach vorhandenen Potentiale im Bereich der Zinsoptimierungen. Im Zuge einer Neuordnung wurden die Global Trade Finance-Aktivitäten der HSH Nordbank in den Geschäftsbereich Firmenkunden und Strukturierte Finanzierungen integriert. Diese Erweiterung der Aktivitäten ermöglicht ein optimiertes Produkt- und Beratungsangebot für die mittelständischen Außenhandels- und auch Exporteurkunden.
Segment Spezielle Firmen- und Institutionelle Kunden
Im Segment Spezielle Firmen- und Institutionelle Kunden sind die Geschäftsfelder Transport, Sparkassen/Financial Institutions und Leasing zusammengefasst. Das Betriebsergebnis nach Risikovorsorge/Bewertung reduzierte sich im 1. Quartal 2006 auf 48 Mio. Euro (Vorjahr: 68 Mio. Euro). Die Kernkapitalrentabilität reduzierte sich von 29,7 % auf 19,3 %.
Segment Privatkunden
Im Segment Privatkunden erhöhte sich das Betriebsergebnis nach Risikovorsorge/Bewertung aufgrund stark gestiegener Erträge im Wertpapier- und Beteiligungsgeschäft und einer geringeren Risikovorsorge im 1. Quartal 2006 um 67,8 % auf 15 Mio. Euro. Die Kernkapitalrentabilität verbesserte sich von 22,4 % auf 34,8 %. Die neuen Produkte im Wertpapiergeschäft wurden vom Markt gut angenommen. Auch der innovative Private Equity Fonds „HSH N Quartett II“ fand regen Zuspruch.
Segment Financial Markets
Die Kapitalmarktbereiche konnten an das gute Ergebnis des Vorjahres anknüpfen und die Erträge weiter ausbauen. So konnte das Betriebsergebnis nach Risikovorsorge/Bewertung im 1. Quartal 2006 von 86 Mio. Euro auf 136 Mio. Euro gesteigert werden – ein Plus von 57,1 %. Die Kernkapitalrentabilität verbesserte sich von 28,8 % auf 31,8 %. Insbesondere im Bereich der Credit Investments wurde die positive Geschäftsentwicklung fortgesetzt. Auch die vor knapp einem Jahr neu aufgestellte HSH Nordbank Securities S.A. leistete einen großen Beitrag zu diesem positiven Trend. So wurden durch die Konzentration des Credit Investments-Geschäftes der HSH Nordbank AG am Standort Luxemburg zahlreiche Synergien geschaffen, die eine effizientere Steuerung dieses Portfolios ermöglichen.
Die Differenz der Summe der einzelnen Segmente zum Betriebsergebnis des HSH Nordbank-Konzerns ergibt sich aus der Überleitungsspalte. Die Überleitungsspalte enthält Konsolidierungseffekte und weitere den anderen Segmenten nicht zuordenbare Positionen, insbesondere Zuführungen zu den §340f+g HGB-Reserven. Darüber hinaus überführt die Überleitungsspalte die betriebswirtschaftlich richtig ermittelten Ergebnisse der Segmente in die HGB-Ergebnisrechnung. Dies umfasst unter anderem noch nicht realisierte Ergebnisbeiträge der Segmente auf Basis einer mark-to-market-Bewertung, beispielsweise für Handelspositionen und Beteiligungen. Des Weiteren neutralisiert die Überleitungsspalte Zuordnungsunterschiede zu Ergebnispositionen zwischen betriebswirtschaftlicher Sicht in den Segmenten und Zuordnung in der externen HGB-Rechnungslegung.
Kennzahlen des HSH Nordbank-Konzerns
| HSH Nordbank-Konzern (in Mio. Euro) | 1.1.-31.3. 2006 | 1.1.-31.3. 2005 | Veränderung in % | |
|---|---|---|---|---|
| Bilanzsumme | 191.187 | 172.562 | +10,8 | |
| Geschäftsvolumen | 243.238 | 210.703 | +15,4 | |
| Operative Erträge | 559,8 | 509,1 | +10,0 | |
| darunter Zinsüberschuss | 390,0 | 388,4 | +0,4 | |
| darunter Provisionsüberschuss | 120,9 | 69,6 | +73,7 | |
| darunter Handelsüberschuss | 34,9 | 31,9 | +9,4 | |
| darunter Sonstiger betrieblicher Überschuss | 14,0 | 19,2 | -27,1 | |
| Verwaltungsaufwendungen | -220,7 | -202,2 | +9,1 | |
| darunter Personalaufwand | -107,0 | -94,6 | +13,1 | |
| darunter Sachaufwand | -113,7 | -107,6 | +5,7 | |
| Betriebsergebnis vor Risikovorsorge und Bewertung | 339,1 | 306,9 | +10,5 | |
| Risikovorsorge und Bewertung | -97,3 | -81,1 | +20,0 | |
| Betriebsergebnis nach Risikovorsorge und Bewertung | 241,8 | 225,8 | +7,1 | |
| Jahresüberschuss | 131,9 | 93,0 | +41,8 | |
| Zahl der Mitarbeiter (Anzahl) | 4.459 | 4.530 | ||
| Cost Income Ratio (in %) | 39,4 | 39,7 | ||
| Eigenkapitalrentabilität (in %) | 15,4 | 15,2 | ||
| Eigenkapital (in Mio. €) | 7.019 | 6.563 | ||
| Kernkapitalquote nach KWG (in %) | 6,5* | 6,8 | ||
*Unter Berücksichtigung der in der Hauptversammlung am 27. April 2006 beschlossenen Bildung von Reserven nach §340g HGB und Gewinnrücklagen aus dem Bilanzgewinn per 31. Dezember 2005 wäre die Kernkapitalquote rund 0,6 Prozentpunkte höher.
Die HSH Nordbank AG ist eine starke Regionalbank im Norden Europas. Sie verfügt über eine Bilanzsumme von 191 Mrd. Euro. Mit rund 4.500 Mitarbeitern betreut die Bank ihre Firmenkunden und vermögenden Privatkunden rund um den Globus mit einer breiten Palette hochwertiger Bankdienstleistungen. In ihrer Kernregion Hamburg und Schleswig-Holstein ist sie für Firmenkunden Marktführer. Die HSH Nordbank ist ein anerkannter Partner der Kapitalmärkte. Als internationaler Sektorspezialist liegt der Schwerpunkt auf Transport und Immobilien. Im Transportbereich deckt die HSH Nordbank die gesamte Wertschöpfungskette ab und ist weltweit größter Schiffsfinanzierer. Im Immobiliengeschäft zählt die HSH Nordbank als Dienstleister rund um die Immobilie zu den stärksten Banken in Deutschland.
Weitere Informationen finden Sie unter www.hsh-nordbank.de
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